Früher war links gleichbedeutend mit sozial, human und ant-nazistisch, weltoffen usw. Rechts bedeutete konservativ, anti-sozial und angehaucht vom völkischen Denken usw.
In einer globalen Welt ist so Manches durcheinander gewürfelt worden. Ein konservativer Unternehmer z.B. kann heute durchaus Ausländer "mögen"- als Arbeitskraft nämlich. Nur eins der Beispiele. Aber darin sind eine ganze Reihe Mißverständnisse und auch Ungereimtheiten verborgen.
Bei der AfD z.B. ist eine wirtschaftsfreundlicher Kurs kaum kompatibel mit den teils ausländerfeindlichen Parolen unter den o.g. Vorzeichen. Ja , die Zusammenhänge sind komplizierter geworden und manchmal erweckt es den Anschein, als suchten nicht wenige Menschen so eine politische Heimat, die z.B. auch besagt: Wir wollen Ruhe haben, uns sicher und wohl aufgehoben fühlen. Man macht Peronengruppen aus, die dem im Wege stehen. Das Alles beinhaltet großen sozialen Sprengstoff, den viel zu viele Politiker nicht registrieren. Die Ungleichheit, ob real vorhanden oder eben nur vermeintlich "gefühlt" wird dabei genauso übersehen wie die Tatsache, dass sehr viele Menschen im Land sich nicht beachtet fühlen. Mit mehr Gerechtigkeit ließen sich also viele Konflikte vermeiden. Aber das wird nicht angegangen. Wer die großen Ereignisse auf der Welt verfolgt, kann doch nicht davon sprechen, dass die Welt in den letzten Jahren, Jahrzehnten "gerechter" geworden ist. Da hat die USA, die "mächtigste" Nation mit so manchen schlimmen Entscheidungen den Weg geebnet für Kriege, Auseinadersetzungen etc. Wer es genau betrachtet: Es ging dabei immer um strategische Einflußnahme, um auch das kapitalistische System zu verteidigen gegenüber einem angeblich so bösen Kommunismus, den es in der Weltgeschichte noch nie gab und die Versuche in Russland, China etc. als gescheitert gelten müssen. Fragen wir uns doch noch einmal konkret: Was für eine Wirtschaftsordnung hat China ? Eine kommunistische ? Das ist doch lächerlich, wird aber hie und da noch als Solche "verkauft" ! Nein, es ist doch ganz anders: Nach dem Zusammenbruch den pseudo-sozialistischen Staaten ( warum und wieso das so gekommen ist, genau das wurde viel zu wenig beachtet ) gab es doch geradezu einen Siegeszug des Kapitalismus. Mit verheerenden Folgen für Viele aber auch große und übergroßen Reichtum für Wenige. Was ja eine Binsenweisheit ist, aber kaum beachtet wurde in der Geschichte und wie das auch heute wieder geschieht aber sehr wohl beobachtet werden kann, ist der Anfang von kapitalisitschen Strukturen. Wie war das denn in Indien, Pakistan, Bangladesh, wo Millionen Menschen zwar Arbeit hatten. Aber was für Arbeit, unter welchen Bedingungen und was wird dafür bezahlt. Wenn Jemand, der vorher auf einem Stück Land mühevoll sein Brot verdiente nun meinte, er käme zu "mehr" der sah sich getäuscht. Zwar gab es vielleicht auch "mehr". Dafür mußte aber stupide und schmutzige Arbeit in unsicherer Umgebung geleistet werden. Allen von uns sind die Bilder noch in Erinnerung von brennenden und einstürzenden Gebäuden, wo hunderte Frauen die T-Shirts für uns im Westen zusammen nähtem. Aber auch in sog. hochzivilsierten Ländern, ja selbst im "reichen" Amerika gab und gibt es Armut. Die Umwelt wird mehr und mehr belastet weltweit, die Natur stirbt, das Artensterben hat Höchststände angenommen, der Klimawandel wird eines Tages zu einem Problem, das kaum lösbar erscheint.
Das Alles kann nur bedeuten: Wir müssen oder müßten uns schon längst Gedanken machen wie das in einer globalen Welt weitergehen soll. Mit dem Kapitalismus in der heutigen Form kann das niemals gelingen ! Übrigens hat man mit Reichtum für Wenige bei sehr viele Arbeit und Opfer für Viele etwas geschaffen, was es zu Pharaos Zeiten schon gab. Mir erscheint es kein großer Fortschritt zu sein ! Zudem hat es zu schlimmen Auswüchsen weltweit geführt bis hin zu Kriegen, die dann Flüchtlingsströme verursacht haben. Es sind diese Zusammenhänge, die kaum vermittelt werden auch. Es wird weiter gewurstelt ohne erkennbare Richtungsänderungen. Der Rest wird dazu gelogen.
Es gibt eine Lösung. Diese Lösung heißt Gerechtigkeit. Aber ohne wenn und aber....
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft
und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.
Das ist § 1 der Menschenrechtskonvention. Wir müssen damit aufhören, Gesetze und Verordnungen etc. auf Papier zu bringen und dann das Gegenteil dessen tun, was getan werden muß !Das Streben nach immer mehr, immer größer und nochmal mehr und das sollten doch bitte Alle wissen ist aber die Grundlage jedes Kapitalismus !
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