Zuerst: Ich wäre nicht der Erste, der die Europapolitik kritisiert. Aber es gibt Menschen, die lehnen Europa aus einzelstaatlichen oder nationalistischen Gründen ab. Kritik aber an der Europapolitik ist höchst angebracht und notwendig. Das sind sehr unterschiedliche Auffassungen und Standpunkte, die nicht vermischt werden dürfen.
Als es um die Ukraine-Krise und der Krim Krise ging, wurde sichtbar, welche großen Probleme sich aus einer vollkommen verfehlten Europapolitik ergeben, die zudem von den USA gesteuert ist. Wer einen möglichst großen territoralen Raum einnehmen will, der mehr geprägt ist von ideologischen oder wirtschaftlichen Gründen, der sollte sich nicht wundern, wenn Krisen entstehen. Auch im Fall von Griechenland gab es strategische Bestrebungen so mancher Protagonisten, ohne an die Konsequenzen zu denken. Auch heute ist man im Fall Ukraine sehr schnell dabei, finanzielle Zusagen zu machen, ohne an die Folgen zu denken. Wenn die Ukraine das Griechenland von Morgen geworden ist, dann sind die gleichen Strategen wieder dabei von der Mißwirtschaft in den jeweiligen Ländern zu lamentieren. Wer also genau verfolgt, um was es wieder einmal geht: Man will schon gerne den Einflussbereich der EU erweitern. Aber man will das auf sehr riskantem Weg und mit dem Zeigefinger auf Russland gerichtet. Das mußte zum Konflikt werden.
Schauen wir uns eine Karte an von der EU - Erweiterung:
Da soll sich Russland nicht eingeengt fühlen ? Wenn man aber von Europa spricht und dies rein territorial betrachtet, kommt man an Russland nicht vorbei. Das ist eine Tatsache, die die Machtpolitiker in den USA scheinbar nicht verstehen. Der alte Feind Russland - es gab in den letzten Jahren ja durchaus Annäherungen zumindest in Europa - könnte durch strategische Spiele durchaus wieder zu einem Feind werden bzw. ist es wieder geworden. Und das soll eine gute Welt-Europa - Ostpolitik sein ?
Die Menschen auf der Krim haben sich per Wahl entschieden zu Russland gehören zu wollen. Gut möglich, dass man das eines Tages bereut. Denn momentan ist man der Gunst Russlands gewiss. Die Ukraine aber dürfte wirtschaftlich ins Abseits drudeln. Schon wird das Gas teurer usw. Das will man kompensieren durch Zahlungen an die Ukraine aus dem Westen, die sich aber wieder finanziell abhängig damit macht - wir kennen das Alles von Griechenland. Wann endlich verstehen es die Menschen und werden die Politiker gezwungen daran zu denken: Es geht um das Wohl der Menschen ! Genau aber das wird vernachlässigt. Man denkt strategisch und wirtschaftlich im Sinne des kapitalistischen Grundverständnisses. Auch vermehrt in Russland ! Was kaum etwas Gutes verheisst. Auch im Osten, auch in der Ukraine gibt es die Superreichen, die sich alles unter die Nägel reissen. Auch dort gibt es undenklich Reiche und daneben unsäglich arme Menschen. Diese Diskrepanz zu relativieren bzw. zu beseitigen wäre viel wichtiger wie Politik zu betreiben, bei der die Menschen nicht mitgenommen werden und nicht Menschlichkeit die Triebfeder ist, sondern machtstrategische Überlegungen.

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